Ausgabe 63

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Die Alarmglocken schrillten bei den Kommunen bereits, als das Statistische Bundesamt 2002 einen bundesdeutschen Bevölkerungsrückgang von damals 82 Millionen Einwohnern auf 59 Millionen im Jahr 2050 prognostizierte. Verbunden mit dem Szenario, dass die Anzahl der Menschen im aktiven Alter zwischen zwanzig und sechzig Jahren auf vierzig Prozent fallen wird und die über 60-Jährigen den weitaus größten Anteil der Bevölkerungsgruppe stellen werden, wurden Gemeinden, Städte und Landkreise aktiv.

Mit dem drastischen Bevölkerungsrückgang wurde auch eine „Landflucht“ vorher gesagt, dorthin, wo sich pralles Leben und Arbeit konzentrieren: in die Städte und Ballungsräume. Dass der Trend tatsächlich Wirklichkeit wurde, ist in fast menschenleeren Orten in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern ebenso leidvolle Realität wie verfallende Dörfer im Osten der Oberpfalz. Auch wenn der Trend „in die Stadt“ in Schwaben zu verspüren ist: Verbunden mit den Entwicklungen, dass immer mehr Deutsche in Süddeutschland leben möchten und junge Familien aufgrund der drastischen Preisentwicklung bei Immobilien wieder gezwungen sind, aufs Land zu ziehen, ist die Gefahr hierzulande eher gering, dass komplette Dörfer veröden – obwohl es in vielen Gemeinden bereits heute keine Dorfwirtschaft, keinen Bäcker oder keine Sparkasse mehr gibt.

Dass die ländlichen Regionen durchaus ihren Reiz haben und auch Lebensqualität bieten, ist neben den mittelständischen Unternehmen landauf, landab in Schwaben auch den Kommunen zu verdanken, die oftmals frühzeitig die Weichen für gute familiäre Lebensbedingungen gestellt haben. Das Thema Familie ist kein „alter Hut“. Alle schwäbischen Landkreise und Städte arbeiten aktiv daran, die Ressourcen und Kompetenzen vieler Partner für ein familienfreundliches Klima zusammenzuführen und Themen wie „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, Familienstützpunkte, Kinderbetreuung und Freizeitgestaltung mit Kindern in die richtige Richtung zu schieben.

Das bringt Erfolg. Dass sich zu Beginn des Jahrtausends mit Legoland Deutschland und nun mit CenterParcs zwei große Freizeit- bzw. Ferienparks in der Region ansiedelten, brachte weitere Zugkraft in Sachen Familie und Kinder nach Schwaben. Daher berichten wir in dieser Ausgabe über die vielschichtigen Facetten familiärer Themen, über Familienbeauftragte ebenso wie über Familienpaten, Studentenmütter oder innerfamiliäre Unternehmensnachfolge.

inhalt_63     Das Inhaltsverzeichnis als PDF gibt es hier.

 

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